Zertifizierung nach DIN EN ISO 45001

Für mehr Arbeits- und Gesundheitsschutz in Ihrem Unternehmen

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Die Inhalte der Norm

Eine neue Norm – wozu?

Die ISO 45001 ist eine sehr junge Norm, die am 12. März 2018 veröffentlicht wurde. Sie hat sich inhaltlich dem Arbeits- und Gesundheitsschutz gewidmet. Ihr Ziel ist es, der immer weiter wachsenden Globalisierung gerecht zu werden und lokale Standards in Bezug auf Arbeitssicherheit abzulösen. Dies geschieht durch das Implementieren eines Arbeitsschutzmanagementsystems (ASM-Systems), welches vor allem betriebsbedingte Risiken für Mitarbeiter und ihre Gesundheit reduzieren soll. Ziel ist es, sichere und gesunde Arbeitsplätze zu schaffen, was nachweislich zu mehr Leistung und Qualität führt.

Hintergründe und Historie

Die Arbeiten an der ISO 45001 begannen im Jahr 2013 durch das sogenannte Projektkomitee ISO/PC 283. Der erste Entwurf wurde jedoch abgelehnt und eine längere zweite Bearbeitungsphase schloss sich an. Die Norm ersetzt die zuvor existierende Richtlinie OHSAS 18001. Unternehmen, die bereits gemäß dieser Vorschrift zertifiziert sind, haben bis 12.03.2021 Zeit sich die Anforderungen der neuen Norm umzusetzen.

Anwendungs-
bereiche der ISO 45001

Anwendungsbereiche der ISO 45001

Wer kann sich zertifizieren lassen?

Die Einführung der ISO 45001 ist prinzipiell für alle Unternehmen möglich unabhängig von Ihrer Größe, Branche oder Art Ihres Produktes bzw. ihrer Dienstleistung. Die geforderten Inhalte müssen lediglich in ein bestehendes Managementsystem integriert werden. Durch die allgemeingültige HLS-Struktur der Norm wird dies erleichtert.

Was sind die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zertifizierung?

Wenn Sie mit Ihrem Unternehmen eine Zertifizierung gemäß ISO 45001:2018 anstreben, sollten Sie folgende Maßnahmen treffen:

Lesen der Norm bzw. Schulung geeigneter Mitarbeiter zu den Inhalten

Benennen von Verantwortlichen im Unternehmen aus dem Bereich Arbeitsschutz und Managementbeauftragten zur Bildung eines Arbeitsgremiums

Bereitstellen von notwendigen Ressourcen

Durchführen einer GAP-Analyse zur Ermittlung des Handlungsbedarfs

Festlegen eines Implementierungsplans mit definierten Zeiträumen

Einführen eines Arbeitsschutzmanagementsystems

Definieren von Zielen und einer Arbeitsschutzpolitik

Definieren von Prozessen für Lieferanten/Dienstleister und anderen externen Partnern im Rahmen des Arbeitsschutzes

Qualifizieren von internen Auditoren hinsichtlich der neuen Anforderungen

Für welche Unternehmen ist eine Zertifizierung sinnvoll?

Eine Zertifizierung eignet sich vor allem für global agierende Unternehmen, die sich stärker für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter einsetzen möchten. Durch die Implementierung eines ASM-Systems werden Risiken systematisch erkannt und dauerhaft reduziert. Die Zertifizierung setzt ein deutliches Zeichen und bietet Unternehmen den Nachweis, dass Ihnen Arbeitssicherheit und das Vorbeugen von Beschwerden am Herzen liegen. Für Firmen, die bereits eine Zertifizierung nach OHSAS 18001 besitzen, ist das Einführen der ISO 45001 verpflichtend. Nach der Übergangsphase bis 2021 laufen die OHSAS-Zertifikate aus und verlieren damit ihre Gültigkeit.

Vorteile einer Zertifizierung nach ISO 45001:2018

Durch die Implementierung eines ASM-Systems erlangt Ihr Unternehmen zahlreiche Vorteile.
Die wichtigsten haben wir Ihnen im Folgenden zusammengefasst.

Verbesserter Arbeitsschutz

Zunächst steigert die Implementierung der ISO 45001 den Arbeits-und Gesundheitsschutz in Ihrem Unternehmen. Gesundheits- und Sicherheitsrisiken sowie andere mögliche Gefahren werden schneller identifiziert und geeignete Gegenmaßnahmen rascher eingeführt. Weniger Arbeitsunfälle, weniger berufsbedingte Erkrankungen und dadurch weniger Ausfälle Ihrer Mitarbeiter sind die Folge. Zudem werden auf diese Weise die gesetzlichen Auflagen in Bezug auf den Arbeits- und Gesundheitsschutz erfüllt. Dies führt zu einer gesteigerten Rechtssicherheit und macht Haftungsrisiken besser kalkulierbar.

Steigerung von Mitarbeitermotivation und Produktivität

Ein weiterer Vorteil, der Ihnen durch ein funktionierendes Arbeitsschutzmanagementsystem entsteht, ist die Steigerung Ihrer Mitarbeiterzufriedenheit. Die Förderung des Bewusstseins für Gesundheit und Sicherheit quer durch alle Hierarchieebenen fördert die Mitarbeitermotivation und deren Sensibilität für sicherheitsrelevante Themen. Auf Grund der Tatsache, dass Ausfälle und Krankheiten langfristig vermieden werden, werden Kosten eingespart, was im Umkehrschluss eine gesteigerte Produktivität zur Folge hat.

Erhöhter Wettbewerbsvorteil

Sinkende Kosten und gesteigerte Produktivität sind jedoch nicht die einzigen Gründe, warum Ihnen gleichzeitig auch ein Wettbewerbsvorteil entsteht. Durch die kontinuierliche Verbesserung des ASM-Systems und das Vorweisen Ihres ISO-Zertifikates verhelfen Sie Ihrem Unternehmen zu einer verbesserten Außenwirkung. Kunden oder Geschäftspartner haben mehr Vertrauen in Sie und Ihre Unternehmensprozesse, besonders wenn Ihre Zertifizierungsstelle einen ebenfalls vertrauenswürdigen Ruf hat. Vor allem für international agierende Unternehmen führt die Zertifizierung gemäß ISO 45001 zu einer gesteigerten Anerkennung und langfristig zu einer verbesserten Zusammenarbeit mit Firmen im internationalen Umfeld.

Mit welchen Kosten müssen Sie rechnen?

Die Kosten für eine Zertifizierung nach ISO 45001 lassen sich nur schwer im Vorfeld berechnen. Zu viele Faktoren haben hierauf einen Einfluss. Generell unterscheidet man zwischen internen und externen Kosten.

Interne Kosten

Zu den internen Kosten zählen die Ausgaben, die Sie tätigen müssen, um das ASM-System erfolgreich in Ihrem Unternehmen zu etablieren. Hierzu zählen vor allem Personal- und Schulungskosten. Die Höhe der Ausgaben ist vor allem davon abhängig, ob bereits ein Managementsystem (z. B. gemäß ISO 9001) vorhanden ist, in das Sie die erweiterten Anforderungen nur integrieren müssen. Besteht bereits eine Zertifizierung gemäß OHSAS 18001 reduzieren sich die Kosten um ein Weiteres. Außerdem ist ausschlaggebend, wie komplex Ihre Unternehmensprozesse sind und welche Maßnahmen sich im Rahmen Ihrer GAP-Analyse ergeben haben.

Externe Kosten

Externe Kosten sind diejenigen, die Sie für Ihre Zertifizierungsstelle aufwenden müssen. Dies beinhaltet hauptsächlich die Ausgaben für das Zertifizierungsaudit, welche abhängig sind von der Anzahl der Audittage und dem entsprechenden Tagessatz. Hinzu kommen außerdem die Reisekosten der Auditoren. Prinzipiell richtet sich der finanzielle Aufwand nach einem bestimmten Berechnungsschema, welches die Anzahl der Mitarbeiter und die Unternehmensgröße mit einbezieht.

Dauer des Zertifizierungs-
prozesses

Dauer des Zertifizierungsprozesses

Beeinflussende Faktoren

Analog zu den Kosten ist auch die Dauer des Zertifizierungsprozesses von ähnlichen Faktoren abhängig. Zum einen spielen die Größe Ihres Unternehmens und die Komplexizität Ihrer Prozesse eine entscheidende Rolle. Des Weiteren ist ausschlaggebend, ob Sie bereits eine OHSAS-Zertifizierung vorliegen haben und ob Sie Ihren früheren Zertifizierer auch mit der Zertifizierung nach der neuen Norm beauftragen können. Um den Aufwand besser kalkulieren zu können, ist es ratsam einen externen Berater hinzuzuziehen. Sollten Sie hierfür Bedarf haben, kontaktieren Sie uns!

Ablauf einer Zertifizierung

Vorbereitung

Sofern Sie noch keinen Zertifizierer haben, müssen Sie sich parallel zur Implementierung Ihres ASM-Systems auf die Suche nach einer geeigneten Zertifizierungsstelle machen. Hilfreich ist es ein Unternehmen zu finden, welches bereits Erfahrungen mit Firmen in Ihrer Größe und Branche vorweisen kann. Nach einem Informationsgespräch, erfolgt in der Regel die Angebotserstellung. Sollten Sie dieses annehmen und der Vertrag zustandekommen, bieten viele Zertifizierer ein optionales Voraudit an. Hierbei kann schon die erste Dokumentation begutachtet werden, um eventuelle Schwachstellen zu identifizieren.

Audit

Das eigentliche Audit durch die Zertifizierungsstelle ist ein sogenanntes Systemaudit. Hierbei wird Ihr Arbeitssicherheitsmanagementsystem zum einen auf Übereinstimmung mit der ISO 45001 überprüft. Zum anderen gleichen die Auditoren Ihre Dokumentation mit internen Vorgaben ab. Ihr Unternehmen sollte sicherstellen, dass die relevanten Experten zu den Themen Unfallschutz, Arbeitssicherheit und Präventivmaßnahmen während des Audits greifbar sind und mögliche Fragen beantworten können. Die Dauer des Audits berechnet sich nach einem festgelegten Schema in Anlehnung an Ihre Unternehmensgröße.

Nachbereitung

Nach dem Audit erhalten Sie von den Auditoren einen Bericht, der die Ergebnisse nochmal zusammenfasst und ein mögliches Verbesserungspotential aufzeigt. Gilt das Audit als erfolgreich, erhalten Sie umgehend Ihr ISO-Zertifikat. Dieses hat eine Gültigkeit von drei Jahren, wobei jährlich ein Überwachungsaudit stattfindet. Im Laufe dieser Zeit sollten Sie Ihr ASM-System kontinuierlich auf Wirksamkeit prüfen und weitere Maßnahmen zur Verbesserung ergreifen.

Umstellung von OHSAS 18001 auf ISO 45001:2018

Hintergründe für die Einführung der ISO 45001:2018

Das Ziel der Einführung der ISO 45001:2018 war die Vereinheitlichung diverser nationaler und internationaler Standards zu einem weltweit gültigen Regelwerk. Auf diese Weise sollten nationale Unterschiede, die bisweilen für Verwirrungen sorgten, ausgeglichen werden. Der Fokus soll dabei auf der Vermeidung von Unfällen liegen, was in den Unternehmen zu weniger Ausfallraten führt. Die britischen Experten, die zuvor den OHSAS 18001 ins Leben gerufen hatten, befürworten die neue Norm, so dass Sie ihren Standard ihrerseits offiziell zurückgezogen haben.

Unterschiede der beiden Normen

Die beiden Normen stimmen in vielen Punkten überein. Die ISO 45001 nimmt jedoch wie viele andere ISO-Normen auch die oberste Leitung mehr in die Pflicht. Des Weiteren enthält sie spezifischere Vorgaben für Subunternehmen und andere Geschäftspartner. Ebenso verfolgt sie noch stärker den risikobasierten Ansatz. Auch bezüglich der Struktur gibt es einige Unterschiede, da sich die ISO 45001 inhaltlich der sogenannten High Level Structure angepasst hat.

Was müssen Unternehmen beachten?

Unternehmen, die bereits gemäß OHSAS 18001 zertifiziert sind, haben drei Jahre Zeit die Anforderungen der ISO 45001:2018 umzusetzen. Danach verlieren die OHSAS-Zertifikate Ihre Gültigkeit. Sie sollten sich daher frühzeitig mit Ihrer Zertifizierungsstelle in Verbindung setzen, um zu klären, wann eine Umstellung erfolgen kann. Zur Vorbereitung ist es hilfreich, sich zunächst mit den Inhalten der Norm vertraut zu machen. Hierfür werden bereits zahlreiche Schulungen angeboten. Eine GAP-Analyse zum bestehenden System kann helfen, Lücken aufzudecken, die vor einem Zertifizierungsaudit geschlossen werden sollten.

Struktur der ISO 45001 und ihre Schnittmengen

HLS und PDCA – was steckt hinter den Abkürzungen?

Wie viele andere ISO-Normen geht auch die ISO 45001 mit den Schlagworten HLS und PDCA einher. Doch was verbirgt sich dahinter? HLS steht für die sogenannte High Level Structure. Diese definiert den Inhalt der Norm, dessen Struktur bereits für viele andere Standards verwendet wird. Die Abkürzung PDCA – steht für die Begriffe Plan, Do, Check, Act. Die Vorgehensweise beinhaltet das Planen von Aktivitäten, das Ausführen derselben, das Überprüfen und ggf. weiteres Handeln (Verbesserung). Nach diesem Prinzip funktionieren auch anderen Normen, wie beispielsweise die ISO 14001 oder ISO 27001. Auf diese Weise wird die Verknüpfung der ISO 45001 zu bereits bestehenden Managementsystemen erleichtert und die Implementierung vereinfacht.

ISO 45001 und DIN SPEC 91020 im Vergleich

Die DIN SPEC 91020 regelt das betriebliche Gesundheitsmanagement. Ihre Einhaltung ist für Unternehmen freiwillig. Die ISO 45001 hat aber auch hier einige Inhalte übernommen. So ermittelt sie wie der herkömmliche Arbeitsschutz nicht nur Risiken, sondern auch Chancen für die Gesundheit der Mitarbeiter. Dabei werden auch psychische Faktoren, die zu Erkrankungen führen können, berücksichtigt. So werden das moderne Gesundheitsmanagement, wie es die DIN SPEC 91020 definiert, hervorragend mit dem traditionellen Verständnis von Arbeitssicherheit kombiniert.

Auswahl des Zertifizierers

Kriterien für die Auswahl

Auf der Suche nach einem geeigneten Zertifizierer sollten Sie mehrere Punkte berücksichtigen. Wichtig ist, dass die Zertifizierungsstelle selbst anerkannt ist und von der DAkkS für ihre Tätigkeiten autorisiert wurde. Zudem ist es hilfreich, wenn der Zertifizierer bereits ähnliche Unternehmen in der Vergangenheit auditiert hat. Hierbei kann auch ein Berater hilfreiche Informationen liefern und Sie bei der Auswahl unterstützen. Um die Reisekosten im Rahmen des Zertifizierungsaudits so gering wie möglich zu halten, empfehlen wir einen Zertifizierer mit Auditoren aus der näheren Umgebung.

So finden Sie den richtigen Zertifizierer oder Berater für Ihr Unternehmen

Nutzen Sie für die Wahl Ihres persönlichen Zertifizierers oder Beraters gerne unseren kostenlosen Vermittlungsservice. In unserer Datenbank stehen für Sie eine Vielzahl an qualifizierten und geprüften Anbietern zur Verfügung. Diesen unterziehen wir regelmäßig unsere eigenen Qualitätsprüfungen, die wir aus unserer langjährigen Erfahrung selbst definiert haben.

So finden auch Sie einen geeigneten Partner, der auf Ihre Branche und gewünschte Norm spezialisiert ist und Sie auf Ihrem Weg zu einem besseren Arbeits- und Gesundheitsschutz in Ihrem Unternehmen begleitet.

Und so einfach geht’s

Nur wenige Angaben von Ihnen genügen, um einen geeigneten Dienstleister zu finden.

Nach Erhalt Ihrer Daten, werden wir Ihre Anfrage entsprechend Ihrem Bedarf an ein ausgewähltes Beratungs- oder Zertifizierungsunternehmen aus unserer Datenbank weiterleiten.

Innerhalb weniger Tage erhalten Sie dann eine Rückmeldung von einem geeigneten Diensleister, um mit Ihnen ein kostenloses Beratungsgespräch zu vereinbaren. Daraufhin erhalten Sie ein kostenloses und unverbindliches Angebot, welches individuell auf Ihr Unternehmen zugeschnitten ist. Für die Vermittlung erheben wir keinerlei Gebühren.

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